Wirtschaft im echten Norden

Mit viel Rückenwind ins neue Jahrzehnt

Nicht nur in der schleswig-holsteinischen Wirtschaft insgesamt ist die Stimmung im Vergleich zu den September-Umfragen der Kammern gut – auch die norddeutsche Tourismuswirtschaft steuert zuversichtlich in das neue Jahr. Das geht aus einer Umfrage der IHK Nord hervor, die die Betriebe des Gastgewerbes und der Reisewirtschaft aus den fünf norddeutschen Bundesländern zur konjunkturellen Lage in den vergangenen sechs Monaten befragt hat. Danach ist die Stimmungslage der gastgewerblichen Betriebe im Vergleich zum Vorjahr um 3 Punkte leicht auf 132,4 Punkte gestiegen. Die Lage der Reisewirtschaft wird hingegen zurückhaltender bewertet. Der Klimaindex fällt auf 108,5 Punkte. Rund 1050 Betriebe haben an der Befragung teilgenommen.

Wirtschaftsminister Buchholz zeigt sich angesichts des starken Rückenwinds der Wirtschaft in den vergangenen zwei Jahren auch für die kommenden Monate äußerst optimistisch: "Wir haben zum Jahreswechsel den höchsten Stand an sozialversicherungspflichtig Beschäftigten, den es in Schleswig-Holstein je gab und ein Wirtschaftswachstum deutlich über dem Bundesdurchschnitt". Damit hätten unsere knapp 124.000 mittelständischen, aber auch die rund 500 großen Unternehmen eine solide Basis dafür gelegt, dass es weiter aufwärts gehen könne.

Wie Buchholz im Gespräch mit Journalisten weiter sagte, werde die Landesregierung dafür auch weiterhin die Rahmenbedingungen setzen. "Zum Beispiel, indem wir – zum verständlichen Leidwesen vieler staugeplagter Autofahrer – die Infrastruktur wieder in Schuss bringen. Hier wurde viel zu viele Jahrzehnte auf Verschleiß gefahren. Deshalb werden wir unter anderem 2020 erneut bis zu 90 Millionen Euro allein in die Sanierung unseres Landesstraßennetzes stecken." Denn die Wirtschaft könne nur gut funktionieren, wenn auch die Verbindungen in Takt seien. Darüber hinaus arbeite das Land massiv daran, seine bundesweit unangefochtene Spitzenposition bei der Glasfaserversorgung weiter auszubauen. Denn gerade der Mittelstand stehe mit der zunehmenden Digitalisierung vor großen Herausforderungen und die seien nur zu stemmen, wenn wir sowohl eine gute Breitband- als auch Mobilfunkversorgung haben, so der Minister.