Mittelstands-Kompetenzzentrum 4.0

Anlaufstelle bei allen Fragen zur Digitalisierung

Gut ein Jahr nach seinem Start hat das schleswig-holsteinische "Mittelstands-Kompetenzzentrum 4.0." heute in Lübeck zusammen mit Wirtschaftsminister Bernd Buchholz eine erste Bilanz gezogen.

Nach den Worten von Zentrums-Leiterin Regine Schlicht konnte unter anderem zusammen mit dem Hamburger Medizintechnik-Hersteller "Sachtleben GmbH" das erste größere Projekt erfolgreich abgeschlossen werden. Das auf Knochenheilung mit Elektromagnetischen Feldern spezialisierte Unternehmen hatte sich über Monate von den IT-Experten des Mittelstandszentrums bei der Entwicklung von Handy-gesteuerten Analyse- und Therapiegeräten für diesen Bereich unterstützen lassen. "Das hat uns entschieden weitergeholfen", sagt Sachtleben-Geschäftsführer Karsten Falldorf.

Wirtschaftsminister Buchholz appellierte vor diesem Hintergrund  erneut an alle Mittelstandsunternehmen im Land, das Gratis-Angebot des Zentrums noch stärker in Anspruch zu nehmen. "Im letzten Jahr haben sich 614 Unternehmen von den Digitalisierungs-Experten Rat geholt. Und neben der Entwicklung für Sachtleben sind derzeit sieben weitere Projekte in der Zielgeraden. Das ist für das erste Jahr eine gute Bilanz, aber da geht noch mehr", sagte Buchholz. Aktuell unterstützt das Zentrum unter anderem auch die Firmen Baader Maschinenbau in Lübeck, Visiconsult in Stockelsdorf oder Oerlikon in Neumünster.

Das mit vier Millionen Euro für zunächst drei Jahre geförderte "Kompetenzzentrum Mittelstand 4.0." ist Teil der Digitalinitiative des Bundeswirtschaftsministeriums für den Mittelstand. Es vereint sechs Konsortialpartner aus Kiel, Lübeck und Neumünster. Buchholz: "Insbesondere kleine und mittlere Betriebe ohne eigene Forschungsabteilungen müssen also vor den Veränderungen, die mit der Digitalisierung einhergehen, nicht zurückschrecken. Das Kompetenzzentrum dient praxisnah und anschaulich als erste Anlaufstelle bei allen Fragen zur Digitalisierung."

Die Medizintechniker von Sachtleben planen mit ihrer Weiterentwicklung unter anderem den Einstieg in die prophylaktische Behandlung von Osteoporose und smarte Therapiegeräte –  beispielsweise integriert in Orthesen. Dazu suchen die Hamburger auch den engen Kontakt zu den Diagnostik-Spezialisten der jungen Kieler Fiirma „Osteolabs“ – einer Ausgründung aus dem GEOMAR.

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