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Cookie Einstellungen ÖffnenJan Vogt steht als Geschäftsführer von Nissen für einen echten Hidden Champion – aus Tönning in Nordfriesland. Als Inbegriff für mobile Verkehrssicherung treibt Nissen nicht nur von Anfang an die Entwicklung der Branche voran, sondern stellt sich auch den ökologischen und sozialen Herausforderungen.
Niels Christiansen hat dabei mit seiner Nachhaltigkeitsberatung Sustaineration souverän den Weg gewiesen. Claus Ruhe Madsen interessiert, wie das auch anderen Firmen Orientierung bietet. Diese Folge zeigt, wo’s lang geht: Viel Spaß beim Reinhören.
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00:00:00,260 --> 00:00:30,900 [Claus Ruhe Madsen]
Heute wird es nachhaltig, und zwar bei einem Weltmarktführer für mobile Verkehrssicherung aus Nordfriesland. Jan Vogt von der Firma Nissen und Niels Christiansen von Sustaineration nehmen uns mit, wie die Firma Nissen eine Nachhaltigkeitsstrategie entwickelt hat. Ich bin Claus Ruhe Madsen, Wirtschafts-und Verkehrsminister in Schleswig-Holstein und unser echter Norden weiß, wie Warnleuchten und Leitbaken den Weg zum ersten klimaneutralen Industrieland weisen.
00:00:30,900 --> 00:00:56,700 [Off]
Zukunftstalk mit Madsen, der Podcast für alle, die Schleswig-Holsteins Weg zum ersten klimaneutralen Industrieland begleiten möchten. Es geht um das Leben und Arbeiten im echten Norden, um spannende Wirtschaftsthemen und wichtige Zukunftsbranchen. Außerdem erzählen Schleswig-Holsteinerinnen und Schleswig-Holsteiner ihre inspirierenden Erfolgsgeschichten und geben Einblicke in ihre ganz persönliche Work-Beach-Balance. Viel Spaß beim Reinhören.
00:00:56,700 --> 00:01:03,780 [Claus Ruhe Madsen]
Ja, herzlich willkommen. Ich freue mich sehr, dass ihr da seid. Jan, magst du die Firma Nissen und deine Rolle kurz mal vorstellen?
00:01:03,780 --> 00:01:24,800 [Jan Vogt]
Ja, ich bin Jan Vogt, kaufmännischer Geschäftsführer bei der Firma Nissen in Tönning. Wir sind Produzent für mobile Verkehrsabsicherung, also Produkte, die aus dem Bereich kommen. Ich sage das immer so gerne: „Schön, alles, was den Hörer jetzt hier nervt, das freut mich. Das heißt, ihr steht im Stau, ich freue mich im Stau. Und von daher, das sind so Produkte, die wir alles herstellen.
00:01:24,800 --> 00:01:34,520 [Claus Ruhe Madsen]
Ein bisschen hart ausgedrückt, kann ich sagen, mir geht das ähnlich. Ich bin ja Verkehrsminister. Ich freue mich auch über Baustellen. Ich freue mich allerdings auch, wenn es rollt.
00:01:34,520 --> 00:01:39,825 [Jan Vogt]
Ja, kann ich verstehen. Geht mir im Persönlichen auch so, aber tatsächlich muss ich auch sagen-
00:01:39,825 --> 00:01:43,900 [Claus Ruhe Madsen]
Du liebst die Absperrungen, die Lampen, das Weg leiten von der Straße.
00:01:43,900 --> 00:01:44,920 [Jan Vogt]
Das ist so, ja.
00:01:44,920 --> 00:01:48,440 [Claus Ruhe Madsen]
Dein Business. Ja. Uns nerven.
00:01:48,440 --> 00:01:53,800 [Jan Vogt]
Das will ich damit nicht sagen. Euch sichern. Das ist zum Schutz der Bürger.
00:01:53,800 --> 00:02:17,260 [Claus Ruhe Madsen]
So muss es sein. Und ich sage den Leuten immer, die in Vorwege kommt, Beschwerden: „Ihr müsst mehr Baustellen. Wieso wird diese Straße, jene nicht gemacht?" Und ich kriege noch mehr Mails, wenn wir es dann machen. Das ist so, ja. "Herr Madsen, wieso ist jetzt hier eine Baustelle? Die Straße ist doch super." Also, das ist schon auch wiederum interessant. Dann werde ich demnächst schreiben, das liegt an die Sicherungseinrichtungen von Jan.
00:02:17,260 --> 00:02:22,079 [Jan Vogt]
Einfach verweisen, genau. Ich gebe dir denn weiter die E-Mails. [lacht]
00:02:22,080 --> 00:02:35,740 [Claus Ruhe Madsen]
Großartig. Wir haben, weil ihr ja auch viel zum Thema Nachhaltigkeit habt und entschieden habt, bei uns heute Niels von Sustaineration. Hallo Niels, schön, dass du da bist. Was machst du so und was für ein Unternehmen ist das?
00:02:35,740 --> 00:03:10,300 [Niels Christiansen]
Hallo, ich bin Niels Christiansen. Ich bin der Geschäftsführer von Sustaineration. Wir sind eine Nachhaltigkeitsberatung. Das heißt, wir unterstützen Unternehmen dahingehend, dass wir die Auswirkungen von Geschäftsaktivitäten auf Umwelt und Gesellschaft analysieren, um zu zeigen, wie letzten Endes Strategien implementiert werden können, ganz konkrete Aspekte der Nachhaltigkeit, wie zum Beispiel Reduktion von Emissionen, zu verbessern. Und das machen wir durch Beratung. Wir haben eine Akademie in Husum, wo wir, ähm, Personen qualifizieren, diese Themen auch ins Unternehmen selbstständig zu implementieren und auch durch Software.
00:03:10,300 --> 00:03:31,520 [Claus Ruhe Madsen]
Ich habe verstanden, dass Nissen, äh, von den 17 Sustainable Development Goals, äh, besonders die Ziele Gesundheit und Wohlergehen, Industrie, Innovation und Infrastruktur sowie nachhaltige Städte und Gemeinden und nachhaltiger Konsum und Produktion sich hauptsächlich aufgenommen. Hat das einen Hintergrund?
00:03:31,520 --> 00:04:02,700 [Jan Vogt]
Letztendlich ist es tatsächlich so, dass wir immer, immer der Innovativführer waren, auch bei uns in der Branche, haben immer versucht, äh, neue Prozesse zu etablieren, neue Produkte zu etablieren. Ähm, eben dementsprechend, wir hatten das vorhin, äh, den Verkehrsfluss auch immer aufrechtzuerhalten. Also es ist schon, dass ich nicht, äh, den Verkehrsteilnehmer ärgern will, sondern wir sind auch an dem Verkehrsfluss interessiert, sodass wir eben Produkte entwickeln, die dort, äh, sehr stark, äh, dieses beeinflussen können im positiven Sinne. Und das gilt letztendlich auf Autobahnen genauso wie im untergeordneten Netz.
00:04:02,700 --> 00:04:26,520 [Claus Ruhe Madsen]
Da bin ich als Verkehrsminister natürlich neugierig. Gibt es Systeme der Zukunft, die smarter sind? Ich habe manchmal den Eindruck, wir sperren ab und stellen Barken und dann passiert erst mal nichts. Oder kommen wir irgendwo hin zu einem besseren Flow letztendlich? Also vielleicht auch mit künstlicher Intelligenz oder einer anderen Form dessen: Wie kann man Straßensperrungen für Baustellen zukünftig anders gestalten oder sind wir im Endstadium?
00:04:26,520 --> 00:05:17,960 [Jan Vogt]
Nein, wir sind da definitiv nicht im Endstadium. Also ich glaube, das große Thema, klar, die passive Schutzeinrichtung, so nennen wir sie immer, muss immer da sein, ähm, weil letztendlich, was kann ich intelligent machen dabei? Ist meistens dann die Elektronik, die verbaut ist in, in den Schildern oder im Auto dann dementsprechend. Ähm, aber es gibt ja nun mal auch leider-- oder es gibt alte Autos, die, die haben diese Systeme nicht, äh, die Bremssysteme, Spurhaltesysteme oder ähnliches. Also da gibt es ja schon Entwicklungen, die speziell im Autobahnbereich natürlich gerade, äh, groß ausgerollt werden. Äh, Car-to-X-Kommunikation zwischen den Fahrzeugen und den-- der Infrastruktur, die dann notwendig ist. Solche Dinge, die sind im untergeordneten Netz tatsächlich noch, also wenn ich jetzt mal von Städten spreche oder sonst irgendwas, tatsächlich noch nicht so weit ausgerollt. Aber rein theoretisch, in Ampeln sieht man das, ähm, aber jetzt in den M obilen weniger.
00:05:17,960 --> 00:05:25,000 [Claus Ruhe Madsen]
Nachts, Kopf auf dem Kopfkissen, liegst du dann und denkst an gelbe Leuchten und rot-weiße Barken?
00:05:25,000 --> 00:05:30,000 [Jan Vogt]
Ab und zu passiert es tatsächlich, äh, aber mittlerweile habe ich es geschafft, da ein bisschen abschalten zu können.
00:05:30,000 --> 00:05:52,580 [Claus Ruhe Madsen]
Ich habe verstanden, dass die liebe Hannah ausgebildet worden ist zum Nachhaltigkeitsmanagerin. Das war vermutlich kein ganz leichter Prozess und ich kann mir vorstellen, dass Hannah nicht einfach mal durch die Tür läuft und dann sagen alle: „Hurra, so machen wir das." Wie war denn dieser Prozess? Und vielleicht ganz am Ende: Wo ist denn eigentlich Hannah, überlege ich hier die ganze Zeit, wenn wir eigentlich über ihr Themenfeld sprechen?
00:05:53,276 --> 00:05:56,575 [Claus Ruhe Madsen]
Ja, Hannah, glaube ich, wäre auch gerne hier gewesen. Die ist jetzt leider im Urlaub und hätte auch-
00:05:56,575 --> 00:05:58,305 [Claus Ruhe Madsen]
Was heißt hier leider, lieber Chef?
00:05:58,305 --> 00:06:01,026 [Jan Vogt]
Entschuldung. Sie ist im Urlaub und ihr-
00:06:01,026 --> 00:06:02,866 [Claus Ruhe Madsen]
Ihr wohlverdienten, wolltest du sagen?
00:06:02,866 --> 00:06:08,486 [Jan Vogt]
Wohlverdienten Urlaub und, äh, genießt die Zeit, äh, von ihrer anstrengenden Arbeit, äh-
00:06:08,486 --> 00:06:10,836 [Claus Ruhe Madsen]
Bei ihr einen sehr angenehmen Arbeitgeber natürlich.
00:06:10,836 --> 00:06:21,176 [Jan Vogt]
Genau. Und im, zum Thema Nachhaltigkeit, da muss man sich auch ab und zu mal von erholen. Ähm, das sind so, sie wäre gerne hier gewesen und hätte, hätte gerne darüber erzählt, wie der Prozess abgelaufen ist.
00:06:21,176 --> 00:06:22,856 [Claus Ruhe Madsen]
Und wie ist er denn abgelaufen?
00:06:22,856 --> 00:06:25,116 [Jan Vogt]
Ich würde sagen, das kann Niels am besten sagen.
00:06:25,116 --> 00:07:27,135 [Niels Christiansen]
Jan kam damals auf uns zu und hat, hat gefragt, ob wir Hannah nicht hospitieren lassen können bei uns. Das heißt, dass sie den gesamten Prozess, die Arbeit im Nachhaltigkeitsmanagement kennenlernt und das war für uns dann ein Impuls, um n Programm, Weiterbildungsprogramm zu entwickeln, ähm, um sie fachlich onzuboarden, weil sie diese fachliche Einarbeitung ja auch nicht im Unternehmen, ähm, genießen konnte, weil's eben die erste Nachhaltigkeitsmanagerin war. Und genau das, das haben wir dann gemacht. Wir haben uns jeden Teil des Nachhaltigkeitsmanagement, Methoden, ähm, Bausteine, um das systematisch auch zu entwickeln, im Unternehmen vorgenommen, ähm, und in 'nem Weiterbildungsprogramm, ähm, Hannah verklickert. Und so hat sie das selbständig dann auch im Unternehmen aufgebaut. Und für uns war das tatsächlich damals n sehr, sehr spannender Impuls. Auch weil Hannah war die Erste, die wir, ähm, qualifiziert haben und unser Geschäftsmodell haben wir auf dieser Grundlage weiterentwickelt und sind heute nicht mehr nur Beratung, sondern auch zertifizierter Bildungsträger und bilden in Husum, ähm, Nachhaltigkeitsmanagerinnen aus bundesweiten Unternehmen aus. Das war für uns wirklich 'n sehr wertvoller Impuls.
00:07:27,135 --> 00:07:30,456 [Claus Ruhe Madsen]
Und dann kam sie zurück in den Betrieb, Tür ging auf.
00:07:30,456 --> 00:07:30,885 [Jan Vogt]
Ja, also wir-
00:07:30,885 --> 00:07:31,876 [Claus Ruhe Madsen]
Wie ging's dann weiter?
00:07:31,876 --> 00:08:30,056 [Jan Vogt]
Wir sind eh immer so im Austausch gewesen untereinander, was, weil das ja auch ebenso die, die ersten Fälle, was produzierende Unternehmen angeht in Norddeutschland für Sustai neration, sind wir immer im Austausch gewesen. Und dann, nachdem Hannah denn ihre Ausbildung eigentlich parallel zu dem Prozess, äh, durchgeführt hat und so muss man noch sagen, weil wir sind immer stepweise vorgegangen. Was war jetzt grade dran an dem, in dem Prozess? Sei's die, ähm, Wesentlichkeitsanalyse oder dann eben später die, die weiteren Prozesse, die bilden, Bildung der Taskforce eben oder solche Dinge. Das war immer in Absprache mit Sustaineration, wo sie dann eben in den Themengebieten dann immer weitergebildet worden ist. Und, ähm, dann nachher auch bei der großen Unterstützung, das ist ja dann letztendlich das Finale, die, die Erstellung des Nachhaltigkeitsberichts. Ähm, da-- Das ist ja doch schon sehr, sehr umfangreich. Äh, ich bin jetzt der Meinung, zweiundvierzig Seiten hat unser Nachhaltigkeitsbericht insgesamt. Ähm, es gibt auch 'ne Kurzfassung, falls jemand mal interessiert ist. Und, äh, das ist dann eben immer, immer in Absprache mit Sustaineration passiert.
00:08:30,056 --> 00:08:33,856 [Claus Ruhe Madsen]
Ja, wie war denn der Prozess dort? Also, wie waren denn dort die Abstimmung?
00:08:33,856 --> 00:09:53,506 [Niels Christiansen]
Wir haben angefangen, um damit, dass wir erst mal alle Auswirkungen der Geschäftsaktivitäten entlang der gesamten Wertschöpfungskette analysiert haben. Also welche Auswirkungen hat Nissen eigentlich ganz konkret mit dem, was es macht auf den Klimawandel, auf Biodiversität, Kreislaufwirtschaft oder auch Menschenrechte? Aber auch, welche Auswirkungen können diese Themen Klimawandel, Kreislaufwirtschaft et cetera auf die wirtschaftliche Lage von Nissen haben? Also welche Risiken und Chancen ergeben sich auch für das Unternehmen aus dem Thema? Das ist die Grundlage gewesen, erst mal Wirkungen zu verstehen und auf dieser Grundlage dann eben eine Nachhaltigkeitsstrategie abzuleiten mit konkreten Zielen, Maßnahmen und dann eben das Reporting vorzubereiten für wesentliche Themen, sagen wir denn in dem Fall. Wenn der Klimawandel wesentliche Auswirkungen auf das Unternehmen einnehmen kann und gleichzeitig das Unternehmen aber auch Auswirkungen auf den Klimawandel hat, dann ist dieses Thema als wesentlich für die Nachhaltigkeitsstrategie und das Nachhaltigkeitsreporting anzusehen. Und so haben wir uns vorgearbeitet, dass wir wirklich jedes Thema peu à peu, ähm, bearbeitet haben, ähm, wir haben's immer in 'nem kleinen Kreis, ähm, vorbereitet, Hannah und ich in der Regel, ähm, Analysen durchgeführt, die wir dann in 'nem größeren Kreis in Workshops, ähm, validiert haben, bearbeitet haben mit verschiedenen Fachbereichen ausm Unternehmen, damit wir einfach die verschiedenen Expertisen mit einbeziehen in die Nachhaltigkeitsstrategie.
00:09:53,506 --> 00:09:56,935 [Claus Ruhe Madsen]
Und dann weist Sie Jan an, was zu tun ist?
00:09:56,935 --> 00:10:30,056 [Jan Vogt]
So kommt das ab und zu mal vor. Ja, sie steht dann öfter bei mir im Büro und erzählt mir dann, [lacht] dass wir, äh, einige Dinge ändern müssen. Wobei wir natürlich bei der Wesentlichkeitsanalyse tatsächlich festgestellt haben, dass wir schon ziemlich weit sind in vielen Prozessen. Man hat sie nur nicht dokumentiert und aufgenommen. Ähm, aber wir haben natürlich auch Prozesse, äh, reingebracht, die dann eben 'ne, 'ne Taskforce, die, die gegründet worden ist aus den, äh, leitenden Angestellten oder eben Stakeholder-Umfragen, die wir gestartet haben, wo die Mitarbeiter abgefragt worden sind, unsere finanzierenden Banken, ähm, und so weiter, dann genau zu wissen, wie die Bedürfnisse sind.
00:10:30,056 --> 00:10:33,276 [Claus Ruhe Madsen]
Sag mal, kannst du den Namen von seiner Firma aussprechen?
00:10:33,276 --> 00:10:36,256 [Jan Vogt]
Ich musste mich zum Anfang auch dran gewöhnen, muss ich ehrlicherweise sagen.
00:10:36,256 --> 00:10:37,476 [Claus Ruhe Madsen]
Wie heißt denn seine Firma?
00:10:37,476 --> 00:10:38,695 [Jan Vogt]
Sustaineration.
00:10:38,695 --> 00:10:39,996 [Claus Ruhe Madsen]
Sustaineration.
00:10:39,996 --> 00:10:40,796 [Niels Christiansen]
Ganz genau.
00:10:40,796 --> 00:10:42,955 [Claus Ruhe Madsen]
Wie kommt man auf so was?
00:10:42,955 --> 00:10:55,536 [Niels Christiansen]
Das ist 'n Kunstname, setzt sich zusammen aus Sustainability und Generation und soll schon unsere Vision des Unternehmens ausdrücken. Und mir ist es bewusst, in Nordfriesland, wir sitzen in Husum, das ist 'n Zungenbrecher für die nordfriesische Zunge.
00:10:55,536 --> 00:10:56,876 [Claus Ruhe Madsen]
Auch für die dänische.
00:10:56,876 --> 00:11:01,556 [Niels Christiansen]
Das glaube ich, ich werd nicht müde, das zu erklären. Ich bin immer noch sehr happy mit dem Namen.
00:11:01,556 --> 00:11:09,415 [Claus Ruhe Madsen]
Hätte man das nicht irgendwie verdeutschen können? Also was hast du gesagt? Wie würden wir das jetzt hier zu dritt mal geregelt bekommen? Wie könnte es denn auch heißen?
00:11:09,415 --> 00:11:13,076 [Niels Christiansen]
Ja, dann würde sich das zusammensetzen aus Nachhaltigkeit und Generation.
00:11:13,076 --> 00:11:14,316 [Claus Ruhe Madsen]
Na, generaschon.
00:11:14,316 --> 00:11:14,896 [Niels Christiansen]
Na, nämlich.
00:11:14,896 --> 00:11:15,496 [Claus Ruhe Madsen]
Oder na-
00:11:15,496 --> 00:11:15,896 [Niels Christiansen]
Ja.
00:11:15,896 --> 00:11:20,846 [Claus Ruhe Madsen]
Nanaschon. Ah, ja, nun gut. Also wir bleiben bei deinen Firmennamen.
00:11:20,846 --> 00:11:21,435 [Niels Christiansen]
Ich glaube auch.
00:11:21,435 --> 00:11:22,716 [Claus Ruhe Madsen]
Kannst du ihn auch noch mal aussprechen?
00:11:22,716 --> 00:11:23,776 [Niels Christiansen]
Sustaineration.
00:11:23,776 --> 00:11:28,816 [Claus Ruhe Madsen]
Sustaineration. . I'm the Key Account Manager von Sustaineration. .
00:11:28,816 --> 00:11:33,236 [Niels Christiansen]
Das bin ichnicht, aber wenn wir einen hätten, würde das so heißen.
00:11:33,236 --> 00:11:42,835 [Claus Ruhe Madsen]
Ich bin mir da also sicher, mit diesem Namen kann man Pokale gewinnen. Hast du schon mal einen Pokal bekommen?
00:11:42,836 --> 00:11:49,556 [Niels Christiansen]
Noch nicht. Wir wurden aber schon mal für einen nominiert, für den deutschen Nachhaltigkeitspreis letztes Jahr.
00:11:49,556 --> 00:11:55,276 [Claus Ruhe Madsen]
Das war also dann nicht der Anlass, warum du ihn als Unternehmen dir geholt hast. Wie seid ihr denn zusammengekommen?
00:11:56,384 --> 00:12:17,544 [Jan Vogt]
Ja, das Thema Nachhaltigkeit ist immer wieder Thema gewesen, ähm, bei uns in den, bei uns in der Firma schon etwas länger. Und, äh, von daher hab ich mich einfach mal bekannt gemacht, was, äh, es so gibt in der, bei uns in der Region. Bin dann unter-- über unseren Unternehmensverband tatsächlich über auf Niels gestoßen und hab dann den ersten Kontakt aufgebaut.
00:12:17,603 --> 00:12:26,863 [Claus Ruhe Madsen]
Ist das normal im Verkehrssicherungsbereich, dass man sich das Thema Nachhaltigkeit-- wart ihr dazu gesetzlich verpflichtet oder wie seid ihr denn darauf gekommen?
00:12:26,863 --> 00:12:40,804 [Jan Vogt]
Also bei uns war das schon, schon länger immer Thema, was Umwelt-und Energiemanagement angeht, ähm, aber auch in Themenbereichen wie bei Mitarbeitern oder eben im Governance-Bereich waren wir da immer schon sehr, äh, aktiv, auch vor den rechtlichen Grundlagen.
00:12:40,804 --> 00:12:48,764 [Claus Ruhe Madsen]
Und Niels, was hast du gedacht, als bei dir angeklopft hat ein, ein Verkehrssicherungsunternehmen, mobile Sicherungssysteme? Was wollt ihr denn?
00:12:48,764 --> 00:13:01,824 [Niels Christiansen]
Ich hab-- ich war erst mal überrascht, weil ich kannte Nissen gar nicht, obwohl's ja wirklich nebenan ist. Ich hab mich gefreut. Wir sitzen in Husum, nebenan zu arbeiten und dann auch noch für 'n Unternehmen, welches produziert, das haben wir hier nicht ganz so oft in Nordfriesland.
00:13:01,824 --> 00:13:05,144 [Claus Ruhe Madsen]
Waren die denn gut auf dem Weg oder musst du denen quasi alles beibringen?
00:13:05,144 --> 00:13:19,804 [Niels Christiansen]
Nein, nein, die haben, wie, wie Jan schon sagt, die haben schon einige Themen, ähm, lange bearbeitet im Bereich Umwelt. Ähm, wo wir unterstützt haben, war beim Aufbau von Strukturen fürs Nachhaltigkeitsmanagement, sodass sie später auch reportingfähig sind.
00:13:19,804 --> 00:13:29,603 [Claus Ruhe Madsen]
Kannst du denn mir sagen, ob das so 'n normaler Trend ist für die Unternehmen hier im echten Norden, dass sie euch aufsuchen und sagen: "Hier, das wollen wir gerne mal ausgearbeitet haben wollen oder laufen die weg, wenn die dich sehen?"
00:13:29,603 --> 00:13:49,024 [Niels Christiansen]
Beides. Wenn ich auf ein Unternehmen zukomme, dann laufen sie eher weg. [Lachen] Vielleicht liegt's am Namen, vielleicht liegt's am Thema, ich weiß es nicht. Ähm, aber es wird mehr das Unternehmen auf uns zukommen, weil sie durch irgendwelche Mechanismen, ähm, mehr Druck verspüren, sich mit dem Thema auseinanderzusetzen und eben auch, ähm, das belegbar haben müssen im Unternehmen.
00:13:49,024 --> 00:13:57,003 [Claus Ruhe Madsen]
Hier find ich ja persönlich interessant, ob die permanent dann weglaufen oder ob sie im ersten Moment aufschrecken und denken: "Nee, äh, das ist, glaub ich, nebenan."
00:13:57,003 --> 00:14:00,343 [Niels Christiansen]
Ich lauf ja hinterher, von daher ist es in der Regel nur der erste Moment.
00:14:00,343 --> 00:14:19,834 [Claus Ruhe Madsen]
Und kannst du dann überzeugen und sagen: "Du, dein Geschäftsmodell muss anders aufgesetzt werden?" Weil ich als Politiker mag natürlich viel lieber, wenn man motivieren kann, das Richtige zu tun, als wenn am Ende gesetzliche Regelungen und dann reden wir alle von Bürokratie. Man kann ja, glaube ich, vieles abgewinnen, indem man im Vorfeld sich stärkt. Also...
00:14:19,834 --> 00:14:58,223 [Niels Christiansen]
Ja. Also es ist nicht so, dass ich, ich bin kein Vertriebler, kein Aktivist und versuche, Unternehmen zu überzeugen, sich mit dem Thema auseinanderzusetzen, sondern es ist eher so, dass Unternehmen auf uns zukommen, das Gespräch suchen, verstehen wollen, wie die Mechanismen sind, wie das Thema auf die einwirkt. Und es ist natürlich unter anderem Politik, aber auch der Klimawandel, zunehmende Extremwetterereignisse schädigen Infrastruktur, ähm, Schadensregulierung steigt, Versicherungsbeträge steigen. Es sind auch ökonomische Gründe, weshalb sie sich damit auseinandersetzen, ähm, und nicht zuletzt auch, weil sich Märkte verändern. Und wenn man als im B2B-Bereich unterwegs ist und Unternehmen als Kunden hat, dann muss man auch dazu aussagefähig sein.
00:14:58,223 --> 00:15:27,223 [Claus Ruhe Madsen]
Super, halten wir uns fest. Zurück zu Nissen und dir, Jan. Ihr seid Weltmarktführer im Bereich der Verkehrssicherheit, äh, und technologische Impulse. Ihr produziert Kunststoff, ja, und stellt euch auch der Verantwortung der Nachhaltigkeit, also zur Transformation. Wie genau ist denn das eigentlich dazugekommen? Was sind die Beweggründe? Also ist nicht in erster Linie einfach nur wichtig, ein ver-- gute, eine gute Verkehrssicherung hinzubekommen? Und dann müssen wir danach mal über die Umwelt reden.
00:15:27,223 --> 00:16:00,454 [Jan Vogt]
Ähm, nee, das war tatsächlich schon immer, wenn wir unsere Produktion aufgebaut haben, war das auch schon immer Thema, dass wir dort auch die Kreisläufe mit im Blick haben, dass wir auf jeden Fall auch die, die Kreisläufe im, im Produktionsprozess, dass wir unsere Überschüsse auch wieder einmalen und wieder neu produzieren. Oder auch, wenn man das, das weiß wahrscheinlich der Wenigste, dass wir die Bakenfüße, die jeder kennt aus'm Verkehr, dass die tatsächlich aus, ähm, Kabelrecycling bestehen. Das heißt, der Mantel wird dort verarbeitet und wieder zu, zu einem neuen, ähm, Produkt hergestellt. Und deshalb war das für uns immer Thema, sicherlich-
00:16:00,454 --> 00:16:02,743 [Claus Ruhe Madsen]
Das sind diese schwarze Füße, die unten...
00:16:02,743 --> 00:16:08,723 [Jan Vogt]
Genau . Ah. Die in den Baken sitzen, die in den Absturzsicherungen sitzen, das ist tatsächlich Kabelrecycling. Und-
00:16:08,723 --> 00:16:13,604 [Claus Ruhe Madsen]
Das heißt, ich weiß ab sofort auf Baustellen, wenn ich an den Dinger vorbeifahre, dass das eigentlich Kabelsalat ist.
00:16:13,604 --> 00:16:21,404 [Jan Vogt]
Genau. Stark. Wenn man so möchte. Und es ist wieder verwertet. Das ist 'n Downcycling, dass man eben aus dem Abfall wieder 'n Produkt macht am Ende.
00:16:21,404 --> 00:16:26,124 [Claus Ruhe Madsen]
Und was machen wir dann aus diesen ... Kabelfüße?
00:16:26,124 --> 00:16:30,304 [Jan Vogt]
Die kann man tatsächlich, äh, wieder einmalen und wieder in den Kreislauf zurückführen.
00:16:30,304 --> 00:16:33,124 [Claus Ruhe Madsen]
Das heißt, der Kreislauf hört gar nicht auf, auch nicht mit eurem Produkt?
00:16:33,124 --> 00:16:43,134 [Jan Vogt]
Es ist 'n, 'n energetischer Prozess. Da muss man tatsächlich 'n bisschen gucken, wo es sinnvoll ist. Es macht auch keinen Sinn, zu viel Energie reinzustecken und am Ende wieder, äh, daraus 'n Fuß zu machen. Das, äh, ist dann wieder kontraproduktiv.
00:16:43,134 --> 00:16:44,204 [Claus Ruhe Madsen]
Oder neue Kabel.
00:16:44,204 --> 00:16:49,084 [Jan Vogt]
Oder neue Kabel, das funktioniert meistens dann nicht, aber das ist rein, rein technisch ist es möglich.
00:16:49,084 --> 00:16:57,904 [Claus Ruhe Madsen]
Ihr seid ja auch mit einer der größten, wenn nicht der größte private Arbeitgeber in Nordfriesland, Jan. Wie sieht es denn bei euch aus mit Fachkräften in Tönning?
00:16:57,904 --> 00:17:15,263 [Jan Vogt]
Aktuell muss ich sagen, ist es in Ordnung. Wir kommen an die Fachkräfte ran, die wir brauchen, aber es gab auch schon Zeiten, äh, wo es dann tatsächlich schwierig war, ähm, wo wir uns dann tatsächlich auch, äh, man mag es ja gar nicht sagen, aber an Leiharbeitern bedienen mussten, um überhaupt unsere Arbeit zu erledigen. Ähm, aber grundsätzlich ist es in Ordnung.
00:17:15,263 --> 00:17:18,704 [Claus Ruhe Madsen]
Wie ist das bei euch, Niels? Wie kommt ihr an Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ran?
00:17:18,704 --> 00:17:22,603 [Niels Christiansen]
Wir brauchen zum Glück nicht ganz so viel. Wir sind 'ne gute Handvoll. Wir sind sechs Leute im Unternehmen, ähm...
00:17:22,604 --> 00:17:24,904 [Claus Ruhe Madsen]
Ja, umso schwerwiegender, wenn einer aufhört.
00:17:24,904 --> 00:17:39,724 [Niels Christiansen]
Das ist richtig. Bisher ist das noch nicht passiert in der Beratung, dass da jemand aufgehört hat. Ähm, bislang kriegen wir immer sehr viele Bewerbungen, wenn wir in der Beratung was ausschreiben. Ähm, von daher haben wir da Glück, würd ich sagen.
00:17:39,724 --> 00:17:42,394 [Claus Ruhe Madsen]
Jan, warum sollte man sich eigentlich bei euch bewerben?
00:17:42,394 --> 00:18:02,184 [Jan Vogt]
Weil wir einfach 'n hervorragendes Arbeitsklima haben. Das hören wir immer wieder von unseren Mitarbeitern, auch von neuen Mitarbeitern, die dann, äh, sag ich mal, nach drei, vier, fünf Monaten ihre Gespräche führen, ähm, heben das immer hervor. Das ist tatsächlich 'n großer Punkt und ich glaube auch einfach, dass wir 'ne Riesenvielfalt bieten, ähm, und große Aufstiegsmöglichkeiten.
00:18:02,532 --> 00:18:06,052 [Claus Ruhe Madsen]
Bildet ihr auch aus? Und wenn ja, in welche Ausbildungsberufe denn?
00:18:06,052 --> 00:18:19,532 [Jan Vogt]
Wir bilden aus im hauptsächlichen Gewerbe und im kaufmännischen Bereich, also Elektroniker für Gerätesysteme beispielsweise oder den Industriekaufmann, aber auch im Kunststoffbereich oder im Werkzeugmacherbereich bilden wir aus.
00:18:19,532 --> 00:18:22,072 [Claus Ruhe Madsen]
Und das sind dann die besten Azubis von ganz Deutschland?
00:18:22,072 --> 00:18:31,192 [Jan Vogt]
Tatsächlich war ich jetzt gerade bei der Ehrung bei der IHK in Flensburg, wo einer unserer Auszubildenden geehrt worden ist als Jahrgangsbester.
00:18:31,192 --> 00:18:50,072 [Claus Ruhe Madsen]
Das habe ich auch mal erlebt und ich muss dir sagen, als Arbeitgeber ist man unfassbar stolz. Also gefühlt war ich so stolz wie die Eltern. Natürlich hat der oder die Auszubildende letztendlich die Arbeit geleistet, aber man fühlt sich natürlich als Unternehmen dadurch ausgeehrt. Oder war es für dich nicht auch ein spezieller Moment?
00:18:50,072 --> 00:19:02,452 [Jan Vogt]
Doch, war echt ein spezieller Moment. Das war auch das erste Mal, dass ich tatsächlich dabei sein durfte. Vorher haben das andere begleiten dürfen und das war sehr schön, muss ich ehrlicherweise sagen. Hat auch ein Lob an die IHK, haben sie auch sehr festlich gestaltet.
00:19:02,452 --> 00:19:06,792 [Claus Ruhe Madsen]
Hast du das Diplom dann von der Auszubildenden geklaut, damit es bei dir im Kamin hängt?
00:19:06,792 --> 00:19:09,892 [Jan Vogt]
Nein, der Arbeitgeber kriegt tatsächlich ein eigenes.
00:19:09,892 --> 00:19:23,932 [Claus Ruhe Madsen]
Das wäre da, wo ich damals Arbeitgeber war, leider nicht so. Da war ich ja auch selber IHK-Präsident. Da hätte ich wohl was tun können müssen. Also kommen wir nochmals darauf zurück: Wie gewinnt ihr denn die Auszubildenden?
00:19:23,932 --> 00:19:42,952 [Jan Vogt]
Ja, das ist tatsächlich ein ganz, ganz großes Thema. Also Auszubildende zu kriegen, ist mittlerweile schwierig geworden. Vorher haben wir bei den Bewerbungsprozessen immer 14, 15, 16 Bewerber gehabt. Wenn wir jetzt speziell im Elektroniker für Gerätesysteme mal gucken, das sind dann zwei, drei Bewerber. Also man muss schon auf den ganzen Azubi-Messen unterwegs sein.
00:19:42,952 --> 00:19:48,312 [Claus Ruhe Madsen]
Das wollte ich gerade hören. Du sitzt also nicht am Schreibtisch, hoffe ich, und lehnst dich zurück und denkst: „Wann kommt eigentlich die Post hier an?
00:19:48,312 --> 00:19:58,992 [Jan Vogt]
Sehr großer Social-Media-Auftritt, wie gesagt, die ganzen Messen und da tatsächlich jeden ranholen, Praktika und so weiter.
00:19:58,992 --> 00:20:05,432 [Claus Ruhe Madsen]
Was macht es denn für dich aus, für euer Unternehmen, in Schleswig-Holstein zu sein? Könnte es nicht sonst wo sein?
00:20:05,432 --> 00:20:27,612 [Jan Vogt]
Rein theoretisch könnte es sonst wo sein. Wir sind aber historisch tatsächlich in Tönning verwurzelt. Die Gründung hat damals in Garding stattgefunden. Dann sind wir nach Tönning umgesiedelt und so ist das Unternehmen tatsächlich in Tönning gewachsen und gewachsen und gewachsen. Und der Standort ist einfach logistisch vielleicht nicht der beste Standort, aber Arbeit, wo andere Urlaub machen, so wie es so schön heißt, ist auch gut.
00:20:27,612 --> 00:20:54,512 [Claus Ruhe Madsen]
Damit also logistisch doch am allerbesten. Also aus meiner Sicht ist da ein sehr hohe Work-Life-Balance, ist ein sehr hohe Verbundenheit zu unserer Region mit den Menschen, die hier leben. Junge Menschen wollen hier perspektivisch bleiben in ein Land, wo wir quasi die Welt von morgen verbessern. Ich habe das starke Gefühl, dass Schleswig-Holsteinerinnen und Schleswig-Holsteiner sehr gerne hier sind und dass man damit auch sehr gut Mitarbeiterinnen binden kann.
00:20:54,512 --> 00:21:06,312 [Jan Vogt]
Das stimmt allerdings. Wir haben viele Rückkehrer auch mittlerweile, die tatsächlich nach dem Studium oder nach ihren Auslandsreisen dann auch wieder zurück in den Norden gekommen sind und die bei uns dann auch einen guten Arbeitsplatz gefunden haben.
00:21:06,312 --> 00:21:24,472 [Claus Ruhe Madsen]
Für euch beide so: Was bedeutet denn für euch Schleswig-Holstein, Nordrhein-Friesland wollte ich gerade sagen. Das ist es also eher. Nordfriesland für euch persönlich? Das ist auch cool. Das ist eine Mischung aus Nordrhein-Westfalen und Nordfriesland, Nordrhein-Friesland.
00:21:24,472 --> 00:21:27,812 [Niels Christiansen]
Ja, ob die Mischung so gut ist, weiß ich nicht. Nein.
00:21:27,812 --> 00:21:28,992 [Claus Ruhe Madsen]
Nicht viel Ähnlichkeit.
00:21:28,992 --> 00:21:56,772 [Niels Christiansen]
Ich bin hier aufgewachsen, Familie ist hier. Das ist natürlich Heimat. Ich bin sehr heimatverbunden. Unser Unternehmen wurde in Berlin gegründet. Das heißt, ich habe es irgendwann mal mit in den Umzugswagen gepackt und bin dann wieder hierher zurückgegangen. Und am Ende ist es auch, wie du gesagt hast, Claus, die Nähe zur Nordsee oder die Nähe zum Meer, für mich auch die Nähe zu Dänemark, das ist schon ein Stück weit Lebensqualität. Also es ist mehr die Zeit neben der Arbeit, die dadurch positiv beeinflusst wird, als die Arbeit selbst.
00:21:56,772 --> 00:22:10,932 [Jan Vogt]
Da kann ich mich eigentlich fast nur anschließen an die Worte. Ich bin auch aufgewachsen hier in der Region und liebe sie. Ich könnte auch keinen Urlaub verbringen ohne Wasser. Also das Wasser muss in der Nähe sein und von daher fühle ich mich einfach wohl.
00:22:10,932 --> 00:22:14,112 [Claus Ruhe Madsen]
Habt ihr Kinder?
00:22:14,112 --> 00:22:15,631 [Jan Vogt]
Ich ja.
00:22:15,632 --> 00:22:19,851 [Claus Ruhe Madsen]
Würdest du denen empfehlen, dein Unternehmen zu übernehmen?
00:22:19,851 --> 00:22:21,661 [Jan Vogt]
Ja, doch. Absolut.
00:22:21,661 --> 00:22:27,072 [Claus Ruhe Madsen]
Weil es vorher von dir gut geführt wurde oder weil es von denen noch besser geführt werden könnte?
00:22:27,072 --> 00:22:52,492 [Jan Vogt]
Ich glaube beides. Also grundsätzlich hat man ja eine gute Basis geschaffen, aber es ist ja immer so, dass Kinder noch mal neue Ideen, neue Generationen, neue Ansichten reinkriegen. Ich habe selber, also ich bin ja jetzt nicht der Inhaber des Unternehmens, aber als Geschäftsführer dort, von der alten Generation, die das vorher geführt hat, vieles übernommen, aber man muss all die neuen Sichtweisen, speziell im Personalbereich, auch mitnehmen und jetzt das Thema Nachhaltigkeit natürlich auch.
00:22:52,492 --> 00:23:14,491 [Claus Ruhe Madsen]
Ja, das passt eigentlich ganz gut zu Fußspuren. Wie heißen die noch mal? Fußplatten. Fußplatten. Da man sollte nie in andere Fußplatten laufen, weil man dann nämlich nie Erster ist. Und zweitens, wenn wir von dem Fußabdruck reden, dann sind wir beim Thema Nachhaltigkeit. Würdest du denn deinen Kindern und Jugendlichen empfehlen, dein Unternehmen zu übernehmen, auch wenn du jetzt noch keine eigene hast?
00:23:14,492 --> 00:23:30,110 [Niels Christiansen]
Ja, absolut. Ich würde sagen, das ist ein Unternehmen mit Zukunft. Unser Geschäftsmodell ist zukunftsfähig. Das ist, glaube ich, erst mal das Wichtigste, wenn es darum geht, etwas zu übernehmen und neue Generationen bringen neue Impulse mit rein, das weiterzuentwickeln. Absolut.
00:23:30,112 --> 00:23:35,692 [Claus Ruhe Madsen]
Ich habe verstanden, Nils, du stammst aus der Grenzregion. Auf welchem Level sprichst du denn Dänisch?
00:23:35,692 --> 00:23:43,712 [Niels Christiansen]
Oh. Also mein Dänisch ist nicht gerade perfekt, aber gut genug für einen netten Small Talk, würde ich sagen.
00:23:43,712 --> 00:23:45,732 [Claus Ruhe Madsen]
Det vil si, vi kunne godt have snakket på dansk.
00:23:45,732 --> 00:23:46,712 [Niels Christiansen]
Ja, det kan vi godt.
00:23:46,712 --> 00:23:47,610 [Claus Ruhe Madsen]
Det fungerer med dig?
00:23:47,612 --> 00:23:48,692 [Niels Christiansen]
Ja, ja, det fungerer godt.
00:23:48,692 --> 00:23:51,331 [Claus Ruhe Madsen]
Så må vi se, om der Norden der verstorve vos podcast.
00:23:51,331 --> 00:23:54,132 [Niels Christiansen]
Ja, det kan være, at Norden verstor, det kan også være.
00:23:54,132 --> 00:24:02,851 [Claus Ruhe Madsen]
Den einen oder anderen. Ja. Und dann habe ich dann in meine Vorbereitung richtig verstanden, dass du sogar in der Lage wärst, ein dänisches Kinderlied zu singen. Ist das so?
00:24:02,851 --> 00:24:08,552 [Niels Christiansen]
Ja, mein Spektrum ist denn nicht so breit, aber „Lile Peter Ellerkopf. Wirklich? Das könnte ich mit dir singen.
00:24:08,848 --> 00:24:16,568 [Claus Ruhe Madsen]
Hm, gemeinsam singen. Also das wäre dann der Moment, in dem wir gar keine Hörer mehr haben beim Podcast. Sollen wir es riskieren?
00:24:16,568 --> 00:24:17,747 [Niels Christiansen]
Ich würde sagen, das können wir riskieren.
00:24:17,748 --> 00:24:19,208 [Claus Ruhe Madsen]
Ich kann das auch in Finnisch.
00:24:19,208 --> 00:24:21,848 [Niels Christiansen]
Nee, das kann ich nicht. Ich kann es auf Deutsch und auf Dänisch.
00:24:21,848 --> 00:24:28,808 [Claus Ruhe Madsen]
Auf Deutsch kann ich es allerdings nicht. Aber gut, dann stimmen wir jetzt ein auf drei oder wie? Okay. Eins, zwei, drei.
00:24:28,808 --> 00:24:37,508 [gemeinsam]
Liedtext
00:24:37,508 --> 00:24:49,478 [Claus Ruhe Madsen]
Halt. Ich glaube, das reicht. [lachen] Das auf Finnisch ist das: „Hämmer, Hämmer, Häcki, keep es lange ley und was weiß ich. Und auf Deutsch? Da bist du jetzt gefragt.
00:24:49,478 --> 00:24:50,868 [Jan Vogt]
Da bin ich jetzt tatsächlich raus.
00:24:50,868 --> 00:24:53,788 [Claus Ruhe Madsen]
Was? Echt. Hast du nicht eben gesagt, du hast Kinder?
00:24:53,788 --> 00:24:55,328 [Jan Vogt]
Ich habe Kinder, ja.
00:24:55,328 --> 00:25:01,628 [Claus Ruhe Madsen]
Da müssen wir, glaube ich, kurz das Jugendamt kontaktieren. [lachen] Du singst also nicht mit deinen Kindern?
00:25:01,628 --> 00:25:03,228 [Jan Vogt]
Das macht meine Frau eher.
00:25:03,228 --> 00:25:05,948 [Claus Ruhe Madsen]
Dann bestellen wir das nächste Mal deine Frau im Podcast.
00:25:05,948 --> 00:25:07,187 [Jan Vogt]
Das ist in Ordnung.
00:25:07,188 --> 00:25:14,168 [Claus Ruhe Madsen]
Das wird sie bestimmt freuen, ein bisschen was über Familie und Beruf uns zu erzählen, wenn der Papa nicht Kinderlieder singt.
00:25:14,168 --> 00:25:15,188 [Jan Vogt]
Genau.
00:25:15,188 --> 00:25:24,368 [Claus Ruhe Madsen]
Also kann ich das von dir heute abgewinnen, dass du heute Abend deine Kinder ein Lied vorsingst? Und wenn nicht, dann dürfen heute Abend deine Kinder so lange wachbleiben, wie sie wollen.
00:25:24,368 --> 00:25:25,208 [Jan Vogt]
Das kriegen wir hin.
00:25:25,208 --> 00:25:27,228 [Claus Ruhe Madsen]
Was von beiden?
00:25:27,228 --> 00:25:28,308 [Jan Vogt]
Das Lied vorsingen.
00:25:28,308 --> 00:26:25,528 [Claus Ruhe Madsen]
Freue mich sehr, euch beiden hier heute kennengelernt zu haben. Das ist großartig, wie das Thema Nachhaltigkeit in Schleswig-Holstein aufgegriffen wird, auch ohne eine gesetzliche Vorgabe, ohne die Verpflichtung, schon an morgen zu denken. Es ist auch gleichzeitig großartig, dass man jemanden hat, der dabei unterstützen kann und damit quasi das ermöglichen, was man vielleicht an einer Expertise nicht im eigenen Betrieb hat. Miteinander und füreinander ein nachhaltiges Schleswig-Holstein. Es war wunderbar, euch dabei zu haben. Wir alle wünschen die Hanna einen fantastischen Urlaub, dass sie mit viel Energie zurückkommt, dass sie, wenn ich es richtig verstanden habe, quasi auch ein Meilenstein ist für andere Unternehmen, dass man mit und füreinander hier in Schleswig-Holstein lernen kann, wie Nachhaltigkeit gelebt werden kann. Das ist stark, dass ihr hier vorweggeht und diese Möglichkeiten letztendlich da sitzen. Wir wollen klimaneutrales Industrieland werden und dazu gibt es sehr viele Werkzeuge im Werkzeugkissen und ihr seid eins davon. Schön, dass ihr hier wart.
00:26:25,528 --> 00:26:26,408 [Niels Christiansen]
Super, vielen Dank.
00:26:26,408 --> 00:26:36,748 [Jan Vogt]
Vielen Dank.